Motorradreise
  3. Reisebericht
 

Sonntag 14.12.2008

  Argentinien

 Brasilien

Nach einem weiteren Ausflug in Buenos Aires und 

   

dem Ende nahenden elektrischen Installationen bei Ralph und Ana,
70m Panzerrohr und 400m Kabel verlegt
Ca. 30 Steckdosen und Schalter div. Leuchten, Lichtregler, Ventilatoren, Umschalter für Diesel und Normalbetrieb montiert usw.. widme ich mich nun auch dem Nichtstun ........
bzw. sehe zu wie Helen aus einer alten Leiter ein Regal zimmert. oder reinige kurz spitz die Wassertanks.

   
 
Dann ist es endlich soweit;

Wir machen uns am 14.12.08 auf den Weg, das „Brumdarum“ auszufahren. Den ersten Trip auf argentinischem Boden, die Testfahrt sozusagen.

Von Buenos Aires Richtung Iguazú, natürlich nicht wie bei uns nördlich der Kälte nach, sondern umgekehrt nördlich der Wärme nach, näher zum Äquator.

Mit bis zu 150 Sachen donnern wir über die unerwartet guten Strassen landeinwärts. Die unglaublichen Weiten der Felder, angebauter Wälder, zahlloser Flüsschen und unendlichem Nichts, beeindrucken sehr. Am Abend meint Helen lachend und mit leicht gequältem Gesichtsausdruck „nun ist mir auch klar was „heizen“ bedeutet, dies ist nicht etwa mit 150 Sachen über die sehr guten Strasse zu sausen oder gleich ganze 1040km am ersten Tag (mit nur 3 kleinen Tankstopps) hoch nach Posada zu flitzen, nein! sondern bei 37° im Schatten mit der vollen Motorradkluft sich stundenlang auf-„HEIZEN“ lassen, qué calor….

Am nächsten Tag geht es dann ab weiter nach Iguazú an die brasilianische Grenze, eine Etappe von ca. 400km. Auch hier ist die Strasse super und gegen Mittag erreichen wir unser erstes Ziel.
Die Iguazú Wasserfälle sind die größten (im Sinne von die breitesten) Wasserfälle der Welt

Den besten Gesamtüberblick hat man auf der brasilianischen Seite und so machen wir uns gleichentags auf, mit dem Motorrad die Grenze nach Brasilien zu überschreiten. Keine Zollformalitäten, alles war einfach und 30 Minuten später sind wir auf brasilianischem Boden am Eingang zu den Cataratas Wasserfällen.
Die Gesamtbreite der Fälle mit 2700m ist von hier aus am besten zu sehen, es vermittelt dir einen Eindruck von gigantischer Grösse.

Den ganzen folgenden Tag verbringen wir dann auf der Argentinischen Seite der Wasserfälle. Stell dir vor, da stehst du mitten drin. Überall ist tosendes Wasser, welches zu Tale fällt. Wasser in der Luft und Schmetterlige in verschiedensten Farben und Musterungen flattern gemütlich umher.

                                

                       

                       

                       

                       

LASS DICH DOCH VON EINEM VIDEO ÜBERRASCHEN:

http://www.youtube.com/watch?v=a7U7oWqmGEw

Ein kleines Krokodil, direkt unter unseren Füssen, auf dem Weg zur spektakulären Garanta del Diablo (Schlund des Teufels), lässt sich nicht aus der Ruhe bringen.


   

Durchschnittlich stürzen 1.700 m³/s, (nach längeren Niederschlägen bis zu 7.000 m³/s) 75 m in die Tiefe. Im Jahr 2005 nach einer langen Regenzeit seien es soger 12’000 m³/s gewesen, da fielen auch einige Stege zum Opfer.


Ein kurzer Vergleich der Rheinfall Schaffhausen als grösster Wasserfall Europas in Bezug auf die Wassermenge:
Höhe von 23 Metern,
Breite von 150m,
Wassermenge 150-600 m³/s.

Mit den erlebnisreichen Eindrücken lassen wir den Tag mit einem feinen Znacht a la Argentinien, ausklingen. Mmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmm

  
 
Der darauffolgende Tag bringt uns über spektakuläre Schotterpisten in den tiefen Urwald in Misionares, nahe der uruguayanischen Grenze. Mit Worten kaum zu beschreiben, lasse ich einfach die Fotos sprechen.

  
   


     

 
Wir verbringen herrlich friedliche Tage bei Bachi y Daniel auf der Don Enrique Lodge, einem argentinischen Ehepaar, welches sich die Erhaltung des Dschungels zu Herzen genommen hat. 

Von der Aussenwelt abgeschnitten und bei zum Teil steilen Auf- und Abstiegen und in Begleitung von tausenden von Schmetterlingen und einigen Leguanen, erkunden wir den Urwald. Simon trifft sogar auf eine kleine giftige, gelbe Schlange. Mit einem umgerüsteten Traktorpneu lassen wir uns gemütlich den kleinen Fluss runtergleiten (aufgrund des niedrigen Wasserstandes bleiben die Herren manchmal an den Steinen hängen, autsch!). Das Essen bei Bachi und Daniel ist ebenfalls erwähnenswert. Ausgezeichnete, mit viel Liebe zubereitete Menüs lassen uns das Wasser im Munde zusammenlaufen. Danke an Simon’s und Ralph’s Eltern, welche uns empfohlen haben, diesen sinnlichen Ort aufzusuchen. Sie verbrachten vor 2 Jahren auch einige Tage dort. Grazias natürlich auch an Ralph und Ana, ohne ihre GPS Koordinaten hätten wir uns wahrscheinlich rettungslos im Urwald verfahren. Nach vier traumhaften Tagen und drei von Urwaldgeräuschen begleiteten Nächten, heisst es wieder Abschied nehmen. 25km Schotterweg zurück zur Hauptstrasse, eine wirkliche Herausforderung für Simon, welche er ausgezeichnet und sogar ohne Sturz meistert. 

 

    Bachi y Daniel von der Don Enrique Lodge

 www.donenriquelodge.com.ar

On the road again sausen wir zurück Richtung Buenos Aires über Strassen, welche jedem Motorradfahrer das Herz höher schlagen lässt. Entlang dem Uruguay-River mit zahlreichen Kurven und praktisch keinem Gegenverkehr.




 

Glücklich aber doch müde von der langen Fahrt (mein Allerwertester meldet sich schon mit argen Schmerzen), wird das Möfi bei einem Freund eingestellt und das Publikboot bringt uns wieder „nach Hause“ zu Ana und Ralph in ihr wundervolles Insel-Paradieschen. Back home, wie wir es schon nennen, fallen wir in tiefen Schlaf.

Hasta luego, amigos.

motorradreise.de.tl/     4-.--Reisebericht.htm

 

 
   
 
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