Motorradreise
  23. Reisebericht
 
23. und letzter Reisebericht erstellt 10.11.2010

  Brasilien
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  Uruguay

So wie es aussieht schlägt nun doch das Wetter um. Jeremias und Cecillia sind nun in Urugway und sie haben soeben geschrieben ich solle mich nicht so beeilen, denn es sei nur 10° warm.

und er hatte recht siehe selbst.







Zu Hause 2008, klingt so gut, triffst du dann so Vorsätze wie, nicht nach Kolumbien zu fahren und schlussendlich warst du sogar 2 mal dort.
Auch Rio de Janeiro wollte ich bedingt durch die Kriminalität umfahren und doch war es traumhaft mit deinem BMW Motorrad die Copacabana entlang zu fahren!
 
Carlos traf dann in Maresias ein und fährt das Vorgänger Motorrad BMW Adventure 2008 von Eduardo, wie gesagt eine grosse Familie.


Maresias ist ein sehr schöner Ort mit einem bekannten Strand, mit hohen Wellen da verbringen die Reichen von Sao Paulo oft das Wochenende.
In einer Disco solle es am Samstag oft bis 4000 Personen haben….
natürlich waren wir am Donnerstag dort und es war still und gemütlich.



Auch haben sich Schweizer in diese schöne Gegend verirrt.
 

Da ich ja ein paar Tage Zeit habe bis ich in Curitiba Scotti treffe schlug Carlos vor doch mit Ihm nach Sao Paulo zu kommen.



Ein Umweg eine Fähre und eine Kurfenreiche Strasse.


Natürlich auch Sao Paulo wollte ich grossräumig umfahren.  Viele kleine Mofas sind auf Brasiliens Strassen unterwegs.
 
Carlos ist stolzer Vater von 2 Monate alter David. 
 

Obschon ca. 20´000´000 in Sao Paulo leben ist die Gegend von Carlos Appartement sicher.
 
Übrigens ist Sao Paulo sicherer als Rio, denn die Fachelas sind ausserhalb der Stadt und nicht wie in Rio gleich um die nächste Ecke.
 
 
Mit Freunden ging es dann durch die Hügel von Sao Paulo und zu einem Touristen Ort, den fantastischen Fisch den wir da assen kam mir so bekannt vor, weil er echt völlig anders war.
 

Ein Süsswasserfisch der nur in der Gegend von Santarem im Amazonas zu finden sei und ja genau dort habe ich doch so ein Exemplar verspeisen.
 
Die Erklärung Sie sei schon 4 mal in Ihrem Leben überfallen worden, brachte mich doch ein bisschen zum Nachdenken, denn eigentlich bin ich immer eher Risikofreudig (Glück gehabt)


 

Mit Carlos und seiner Familie ging es dann nach Campos Do Jordao, wir ihr seht ein schöner Ort mit vielen Touristen.





Eigentlich müsste ich ja gar nicht nach Hause kommen, denn es gibt ja hier so viel Suico hier in Brasielien bzw. Süd Amerika.
 
Nach drei Tagen und Nächten machte ich mich dann auf den Weg nach Cuiritiba.



Beim BMW Dealer noch schnell ein Kaffee getrunken und auch hier hat mich Carlos sicher aus den Millionen Metrole begleitet.
 
In Curitiba mal in das reservierte Hotel von Scotti und dann ab zum BMW Dealer.
 
Für uns unglaublich die Brasilianer kaufen die Motorräder oft bei einem Händer weiter weg, weil da der Mechaniker besser sei. Auch betreut der gleiche Mechaniker dein Motorrad, also sehr persönlich.
Gibt es das bei uns auch?
Du gehst in die Garage und willst deinen persönlichen Mechaniker. Jedenfalls ist der Mechaniker  von Scottis Motorrad 860km weit weg unglaublich.

 
 
In Curatuba ging es dann mal auf den Polizeiposten.....
Denn irgendjemand hat doch mein TravelCash Karte kopiert oder eben geklont und mein Konto leergeräumt US $ 3´000. Irgendwo im Norden Brasiliens.
Jedenfalls war alles weg abgehoben als ich wieder mal Geld tanken wollte.
Nachdem die TravelCash Firma den Polizeirapport hatte ging es genau 2 Tage und das Geld wurde auf der andern Karte wieder gutgeschrieben.

Super Service Travel Cash von Swiss Bankers Danke.
 
 
Ab ans Meer eine historische Kopsteinpflasterstrasse aber leider bei Nebel und Regen…….
Wie ich das doch liebe……… das Motorradfahren ! ! ! !



Eigentlich fast unglaublich in den 34 Monaten etwa 6 mal bei Regen gefahren und hier wird nun die Statistik mega aufgeputzt.








 
Als dann Scotti mit dem Vorschlag kam heute nicht das Motorrad auszufahren, sondern mit dem Hotelier und einer Gruppe Hotel und Pousada Besitzer, dem Lokalen Touristenverein eine Gegend mit einem Wasserfall zu besichtigen, war ich natürlich sofort Feuer und Flamme.
Einfach nur nicht mit dem Brumdarum durch die verregnete Gegend fahren.




 

Also ging es mit dem Boot einen Fluss hoch bis es stecken blieb und nicht mehr weiter kam , vorher hatten wir mit dem Befehl „alle Mann nach vorn“ und „alle Mann zurück das Gewicht im Boot so verlagert, das wir es gerade noch schaften der Sandbank zu entkommen.
Als dann auch dies nicht mehr half,  ging es mit einem kleinen flachen Boot weiter, von da ca. 45 Minuten zu einem Wasserfall.
Beim Rückweg um ca. 14:30h hatte der Fluss mindestens 1m mehr Wasser, das gleiche Spiel wie in Tigre Argentinien mit dem Paraná.  

Ebbe und Flut und der Wind verändern den Wasserstand der Flüsse rapide also super kein Problem zurück den Fluss runter. 





Aber so ist es doch oft im Leben wenn es einfach aussieht wird es erst spannend.
Die Welle zur Schraube des Bootes ist gebrochen, der Versuch ca. 2h die Schraube zu reparieren ist fehlgeschlagen und so sind wir zu Fuss zurück zum kleine Haus gelaufen.


 
Da gab es zuerst mal ein Bier, als es dann einnachtete wurde beschlossen, da ja kein Boot mehr kam um uns abzuholen den Weg durch den Wald zu Fuss zurückzulegen.
In der Nacht mit 2 Taschenlampen und 8 Personen ging es dann durch den Wald…. Sumpf …. Hügel zur nächsten Strasse.
Zum Glück hat sich niemand verletzt, denn das wäre dann nicht so einfach gewesen diese Person in dem Gelände rauszuschaffen.
Die Bomberos Militar (Polizei Militär Feuerwehr) holte uns dann ab und brachte uns zurück zum Ausgangsort 22:00h statt ca. 15:30h ups.




Wie du siehst gedenkt man sich noch an Kolumbus ano 1504.
Fast unglaublich die vielem Millionen von Leuten nun hier auf dem Amerikanischen Kontinent leben.
 




Zwischendurch ist dann mal die Strasse wieder blockiert, weil ein Lastwagen zurück auf den Asphalt wollte.





Unser Moto jeden Tag ein bisschen Schotter, damit man nicht aus der Übung kommt.



Von Curitiba ging es dann durch die Hügel Richtung Süden in die Gegend der Deutschen Colonien.
Begriffe wie Blumenau und Nuo Hamburgo sind 2 grössere Städte mit deutschen Wurzeln.



In Blumenau findet immer ein Oktoberfest statt mit Bierzelt und allem wie in München, ausser das es eben viele Brasilianerinnen hat und warm ist.





Leider sind wir 2 Wochen zu früh und ein Hotelzimmer kriegst du auch nicht mehr schon alles ausgebucht.



Dann ging es nach Florianopolis, bzw. Floripa Lu ist mit einem Bus die ca 600km zu uns gereist und wir haben gemeinsam die zauberhafte Insel erkundet.
Die ersten Badenixen genossen die Sonnenstrahlen und das kühle Bad





Wieder einmal war ein Motorradtreffen angesagt und ich kriegte freien Eintritt und wie du siehst werden BMW Rider bevorzugt behandelt.









Viele Pensionierte und reiche Argentinier lassen sich hier nieder, denn das Klima ist viel besser als im Landesinneren.
 
Dann gemeinsam nach Porto Alegre die Heimatstadt von Scotti und Lu.
Stadtbesichtigung und zum Fischermann – Frau Club natürlich viele neue Freunde kennengelernd und überall super gegessen.
Ich konnte in meinem Appartemento wieder mal so schön was kochen.



Die vielen kleinen Freunde von Scotti und Lu.





Wir liessen es uns nicht nehmen das bekannte Weingebiet von Brasilien zu besichtigen.

Natürlich ist Scotti mit dem Auto gefahren, damit Lu und ich so richtig über die Stränge hauen konnten.







Ein Freudensprung für den guten Wein.
 

www.milantino.com.br

 







Dieses Hotel war uns dann doch ein bisschen zu teuer.







Dieser Malachit wäre schon etwas zu gross für´s Handgepück ins Flugzeug.



Und wieder mal eine Deutsche Ecke.
 

 











Mit Frida Trilhas kannst du einen etwas andern Urlaub im süden Brasiliens erleben.
Falls du lust hast mit einem Motorrad, Boogy die Gegend zu erkunden melde dich doch bei Frida.
 

www.fridatrilhs.com.br
 








 
Frida sprach gut Deutsch und ist nun die zweite Generation hier in seiner Gegend.
Zusammen sind wir durch die Schotterstrassen gerauscht.
Ein Stopp in einer Hühnerfarm und dann ging es zu Scottis Bruder und seiner Mutter in Santa Maria.



Eine kleine Farm in einer lädlichen Gegend.









Den Schäfchen wurden die Klauen geschnitten.














Unglaublich wie schnell mann überall neue Freunde findet.


 
Auf dem Nachhauseweg noch einen kurzen Abstecher zu einer Farm eines Freundes, besitzt er doch stolze 10´000ha das sind 100 auf 100km Land also 1/4 der Fläche der Schweiz.
Mit 5´000 Rindern, Mandarinen, Orangen, Reis und Sojaplantagen.
Die 50 Angestellte bewirtschaften das Gut davon sind auch 8 Monate lang 24 Stunden Betrieb angesagt.
Zurück in Porto Alegre machten wir mal Pause oder eben Ferien, doch ich konnte es nicht lassen und habe im Appartement, das mir eine Frund von Scotti und Lu überlassen hat das eine und andere repariert.












 
Beim KTM Dealer, er repariert auch die BMW´s haben wir dann gemeinsam diverse Touratech teile an Scotti´s neue BMW F 800 angebracht.
Mein Deutsch war gefragt, denn die Gebrauchsanweisung von Touratech war in dieser schönen Sprache abgefasst.
Wir montierten Aluboxenschloss und Schutzbügel wie 2 Profis.

Hier die Daten des KTM / BMW Dealer

Alexandre Möller
(51) 8403.0899
alexandre@casademaquinasktm.com.br
AV Sertrio, 5609
Jardim Lindoia
Porto Alegre RS
Brasilien

www.casademaquinasktm.com.br


 



 
Zu guter Letzt hat mich Scotti überredet das Motorrad da zu lassen, weil sie morgen früh mit dem reinigen meines Brumdarums beginnen.
Als ich die BMW dann geputzt wiedersah, glaubte ich fast ein neues Motorrad zu besitzen, so sauber war sie noch nie.



So sieht die Reinugungsfee aus.



Jedenfalls super, will sie ja an Jeremias in Buenos Aires verkaufen.
 
Er versucht die nötigen Informationen zusammenzutragen, Einfuhrzoll Registrierung usw.
Und wieder hies es einmal mehr Abschied nehmen oder doch nicht ?!?
Scotti konnte es einrichten das verlängerte Wochenende mit mir nach Uruguay Punte del Este zu reisen.
Es sind ja nur 780km von Porto Alegre zu diesem schönen Ort.

 
Lu ist mit dem Buss vorausgereist und somit waren wir wieder zu dritt und erkundeten die Gegend um Punte del Este.
 
In Uruguay bin ich dann bei Emil Gehrig vorgefahren, bzw. ein Tag vorher waren wir mit Emil zu seine Charcra unterwegs und haben ein zauberhaftes Mittagessen zubereitet.
Wir genossen da die Natur und die fachkundige Führung von Emil durch das Hinterland von Punte del Este.















Nun hiess es doch Abschied nehmen es war eine tolle unvergessliche Zeit mit Scotti durch den Süden Brasiliens zu fahren.





Mit Emil und Raquel hatte ich eine fachkundige Führung durch Montevideo.
Vielen Dank











Zusammen haben Emil und ich einige Sanitär Geräte montiert, Dampfduche, Lavabo und somit ist die neu renovierte Wohnung einzugsbereit.
Natürlich logisch noch das Elektrische kontrolliert, übrigens lustig, die kWh kostet ab 17:00h bis 06:00h weniger als am Tag, auch das Netz ist 3 x 220V war doch mal was anderes. Dafür ist es mit den Drahtfarben viel anders, denn es gibt nur eine Farbe, dass macht es aber nicht unbedingt einfacher.








Die letzte Etappe nach Buenos Aires Argentinien sollte noch in guter Errinerung bleiben.
Ein Polizist hält mich doch noch auf, die einzigen Strasse nach Colonia  .... war ich etwa zu schnell .... denn hier ist nur 90km/h obschon es eine Autobahn ist und schnurgerade ist die Strecke auch noch.
Er wollte mir nur erklären, das es eben 90km/h ist also alles fein, ich habe Ihm dann erklärt das ich nun 80´000km um Amerika gefahren sei und ich die letzten 80km noch gemühtlich geniessen werde.

Emil hat mir erzählt, dass das Hotel Suizo in Nueva Helvecia ( Neue Schweiz) ein Abstecher wert sei.
Als es dann nach Regen aussah, war natürlich kar wo ich die letzte Nacht verbringen werde.
Ich habe natürlich zu diesem Zeitpunkt noch nicht gewusst, das dieser Ort für mich noch wichtig wird.





Das Delta Puerto Plato erstreckt sich doch von Montevideo bis Buenos Aires darum ist das Wasser auch noch mit Segmenten durchsetzt und vermischt sich mit dem Meerwasser.
Wenn dann Südwind herrscht wird das Wasser ins ganze Delta gedrückt und die Flüsse steigen bis zu 2 -3m an.







Ana und Ralph empfingen mich freudig auf Ihrem kleinen Paradis sofort fühlte mich doch wie zu Hause bei Uli der Katze und den vielen Tieren.
Mit feinen Sushi feierten wir dann meine Umrundung von Amerika.







Dieser Freudensprung war etwas zu früh, denn Jeremias hat es nicht fertig gebracht meine BMW in Argentinien einzuführen und somit kommt auch ein Verkauf nicht in Frage.



Was ist nun zu tun, nach Hause senden würde wieder bedeuten eine Kiste zu machen und sie für
ca. US$ 2´200 per Chargo in die Schweiz schicken.
Die andere Variante wäre es das Brumdarum nach Uruguay zu bringen.
Vor 3 Wochen bin ich in Chuy die Grenze von Brasilien nach Uruguay eingereist und habe kein Zollpapier gekriegt, auf das zusätzliches Nachfragen nach dem Zollpapier meinte der zuständige Zöllner dies sei nicht nötig Punkt Schluss.
Bei der Ausreise von Uruguay nach Argentinien frage der Aduana Zöllner nach dem Papier, meine Aussage ich hätte in Chuy keines gekriegt genügte ihm und er lies mich ohne wenn und aber Ausreisen.
Das gleiche noch einmal zu machen und in Uruguay ohne Papiere einzureisen hat nicht geklappt und ich kriegte ein Zollpapier für 365 Tage. Nicht schlecht, denn normal gibt es nur 90 Tage.
Somit ist mein Brumdarum in Uruguay eingestellt juppi und wartet auf meinen nächsten Kurzurlaub im 2011.


Familie Räber führt das Hotel mit dem super Restaurant in der x ten Generation.

Danke Rolf für den Unterstand für mein Brumdarum.

www.hotelsuizonuevahelvecia.com
 


Falls du da in Nueva Helvecia strandest, hier die E Mail Adresse um eine Übernachtung zu reservieren.

granjahotelsuizo@adinet.com.uy




Der 300m Schiessstand von 1874 ist nun das Neue zu Hause für mein Brumdarum.



nun mal Pause bis es dann irgendwann nach irgendwo weitergeht ...................



Falls ein Schweizer eine längere Motorradreise durch Südamerika plant steht da eine BMW GS 1200 Adventure zum Verkauf.

ENDE

Zum Abschluss noch was geschichtliches.

Mein Schweizerkreuz vorne auf dem Motorrad brachte oft diverse Spekulationen zu Tage…. Arzt, Rotes Kreuz unterwegs, oder arbeitet für ein Spital usw.
Wie vielleicht viele nicht alle wissen ist der Schweizer Henry Dunant der Gründer des  Roten Kreuzes.

 
   
 
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