Motorradreise
  21. Reisebericht
 

21 Reisebericht erstellt 3.8.2010
 
  Kolumbien

  Venezuela

  Brasilien

Man muss sich doch überall ein wenig verewigen und so kam es das die Olga eine Hausnummer kriegte.



Denn das Haus war bis zu diesem Zeitpunkt noch nicht beschriftet und somit auch schwer zu finden. Habe in Cartagena nochmals 2 Wochen spanisch gelernt und über die Schule in Bogota gleich die Übernachtung bei einer Familie Privat mit gebucht. Ich habe meiner LU 901 Nummer mit weiss und schwarz etwas zu Glanz verholfen und mit der übrigen Farbe eine Hausnummer gemalt. Cool nun gibt es in Cartagena ein Haus mit meiner Beschriftung.

Ich machte mich auf den Weg nach Taganga zu Max´s Tauchschule, will da meinen Kurs etwas auffrischen, denn schliesslich habe ich ja tauchen vor 25 Jahren mal im schönen kalten Vierwaldstättersee gelernt .
Auf dem Weg gibt es die Möglichkeit  ein Vulkanschlammbad zu nehmen also da schlammen wir doch mal so richtig Ein völlig anderes Gefühl ist u komisch da im Lehmschlamm zu schwimmen.
Du schwimmst wirklich wie eine Boje im Wasser, es ist unmöglich unterzugehen falls du mal die Gelegenheit hast, musst du dies unbedingt einmal ausprobieren.


Taganga ist nicht mehr ganz so verschlafen wie noch vor einem Jahr am Meer unten haben sie eine schöne Promonade gebaut. Falls du da eine Übernachtung suchst, bei Jürgen bist du bestens aufgehoben und in ein paar Jahren wird er sicher noch den Schwimmingpool auf´s Dach bauen.

Hostal Bavaria Taganga
Jürgen Mudrich
Calle 19 / 5-03
info@hostal-bavaria.com
0057 317 803 222 8

Beim Deutschen Treffpunkt habe ich dann das Fussballspiel Deutschland - Argentinien mit verfolgt, sowie viele weitere Spiele.
Das gibt es doch nicht als ich dann mit dem Motorrad zur Jürgens Pension zurückkomme stehen da zwei weitere Motorräder mit Deutschem Kennzeichen. Also sind wir dann am nächsten Tag zum Tyrona Nationalpark gefahren und faulenzten da am Strand bis uns dann das Gewitter zwang die feucht fröhliche Heimreise anzutreten.
Durch Conny & Michael habe ich dann erfahren, dass ein Argentinisches Pärchen aus BsAs mit dem Motorrad die Strecke über Venezuela nach Manus vorhaben.
Also habe ich mit Jeremias und Cecilia Kontakt aufgenommen und somit haben wir uns dann nördlich von Santa Marta getroffen und die Grenze nach Venezuela gemeinsam gemeistert.


 

Irgendwie ist es ein bisschen beunruhigend was man im Vorfeld über Venezuela so zu hören kriegt, aber vor 6 Jahren war ich ja mit Reto Schriber in Venezuela unterwegs und alle haben uns abgeraten nach Kolumbien zu reisen. Venezuela hat sich schon verändert oder sollte man besser sagen ist Wirtschaftlich stehengeblieben.

Die Strände sind immer noch schön.
 


Unglaublich das Benzin ist noch Preiswerter geworden, kostete damals der Liter 4 Rappen so sind es zurzeit noch 2,5 Rappen.







Da tankst du doch dein ganzes Motorrad und es kostet nicht mal ein Franken. Chavez triffst du fast auf allen Plakaten an, erinnert mich fast ein bisschen an Iran mit der Präsenz des geistlichen Oberhaupts. Wenn dir dann die freundlichen Einheimischen die Fahrt über Caracas abraten, denn die Hauptstadt Venezuelas sei das gefährlichste Pflaster Südamerikas.
Also machten wir einen grossen Bogen um Caracas und landeten auf der Halbinsel Peninsula de Paria nach Trinida Tobago wäre es nur noch ein Katzensprung.
 
Wir beschlossen an einem Strand in der Nähe von San Juan de Las Galdonas zu Zelten und halfen 70 geschlüpften Schildkröten in die Freiheit.

















Seit ein paar Jahren wird da Naturschutz betrieben und eine Veterinärinn aus Chile arbeitet dort am Stand . Die Hauptaufgabe ist es die Eier der Riesenschildkröten (können bis zu 250kg werden) einzusammeln und kontrolliert zu vergraben, dann die schlüpfenden kleinen Dinger zu zählen und somit die Kontrolle über eine neue Generation zu erhalten. Über die ersten 15 - 20 Jahre weiss man noch nicht so viel, denn so lange dauert es bis sie zurückkommt um das erste Mal Eier zu legen.
Leider wird es dann nur 1 von etwa 1000 schaffen die nächsten Generationen aufrecht zu erhalten. Sie kommen pro Jahr etwa 8 - 10 mal an den gleichen Ort und legen so jedesmal 1-9 Eier, dies erfolgt in der Nacht und dauert ca. 1-2 Stunden. Ist es dann vollendet geht es für ein Jahr in die grosse weite Freiheit. Die Einen hoch nach Kanada rüber nach Spanien und runter zum Südpol um dann in einem1 Jahr wieder hier anzukommen.
Die Andern gehen bis nach Australien und kommen dann auch wieder bis hierher zurück.
Es ist doch einfach faszinierend die kleinen Dinger wutsch ab in das dunkle Meer, keine Angst von irgendwas. Ein ausgewachsenes Exemplar kriegten wir in den 3 Tagen nicht zu Gesicht, obschon wir den Strand etwa 1km ein paarmal absuchten, falls eine Eier gelegt hätte, würde man das an den Spuren im Sand problemlos sehen. 

Da kann es schon vorkommen, dass ein Gewitter die Strasse mitreisst. Mit dem Motorrad noch passierbar, Glück gehabt.







Wir packten für die Weiterreise und kurz vor der Abfahrt brach ein mächtiges Gewitter los, eigentlich wollten wir es abwarten, aber es schien nicht mehr aufzuhören, also los im Regen bei angenehmen 25 Grad. Zum Glück sind wir losgefahren, denn gewisse Bäche sind schon mächtig angewachsen und die Durchfahrt war eine nicht zu unterschätzende Gefahr. Erdrutsche und geknickte Bäume versperrten die Strassen, mit dem Motorrad ging es gerade so, mit dem Auto hätte es kein durchkommen mehr gegeben. Dann plötzlich hellte es dann auf und die warme Luft trocknete uns in kurzer Zeit.

Den Orinoco passierten wir mit einer Fähre und machten uns auf den Weg in die Grand Savana von Venezuela.






Die Angelfalls (mir 1km die höchsten Wasserfälle der Welt) entspringen da in diesem Hochland. Reto und Ich haben sie im Jahr 2004 besucht und somit lies ich sie rechts liegen und ab geht es Richtung Brasilien. Im Plötzlichen Platzregen, hinter einem fahrenden Auto, krachte es dann mit 80km/h mächtig, ich hatte ein Loch nicht gesehen und bin voll rein gedonnert Wau hat das gekracht. Bei der nächsten Pause selten wir dann fest das das vorder Rad eine delle gekriegt hatte und zum Unglück nicht mehr dicht ist. Ich habe ja einen Schlauch dabei und den müssen wir nun rein machen gesagt getan und somit fahre ich zurzeit nicht mehr Schlauchlos aber ohne Probleme weiter Richtung Süden zurück nach Argentinien.
Die Strassen in Venezuela sind eigentlich nicht so schlecht abgesehen von den vielen Schlaglöchern, oft gross und tief. Stell dir einfach mal vor du fährst durch die Schweiz und oft wären da die Deckel der Wasserschächte nicht da, wenn du da keinen erwischt hast du auch kein Problem aber wenn dann dann. In Santa Elena stiegen wir bei Eric Buschbell unter, eine kleine Oase im Venezuelanischen Verhältnis.
 
Er macht mit seiner Packpacker Tour´s Firma mit 4x4 Fahrzeugen Ausflüge in die Natur von Venezuela mit bis zu 100km Fussmarsch.





www.backpacker-tours.com

Für uns heisst es jedoch Abschied nehmen und ab nach Brasilien, unbedingt noch volltanken, so viel rein wie es nur geht, denn der Liter kostet in Brasilien $ 1,50 den 10 Liter Kanister von Jeremias durften wir jedoch nicht füllen, den die würde uns das Benzin an der Grenze abnehmen weil es unter ... Schmuggel ginge. Dafür mussten wir nicht anstehen und konnten gleich nach vorne fahren.

Die Grenze nach Brasilien meisterten wir in einer Rekord verdächtiger Zeit ca. 45 Minuten für alles. Juppi Eigentlich höre ich ja das Portugiesisch sehr gerne, aber etwas schade ist es ja schon dass ich das Spanisch nicht weiter verwenden kann, hoffe nur das dann bis nach Uruguay nicht alles vergessen ist.

Den Equator haben wir auch wieder passiert, also sind wir somit nun im Winter bei angenehmen 34 Grad.



So die erste Nacht verbrachten wir dann in Bueno Vista, Brasilien ist viel teurer geworden als von ca. 15 Jahren als ich mal mit Fischer Max mal da war. Es ist aber auch schön in einem Land zu reisen in welchem der Lebensstandard etwas höher ist.
Von Bueno Vista nach Manaus zur 2,5 Millionen Stand im Amzonas-Dschungel sind es etwas mehr als 700km.
Diese Strecke durch den Urwald bewältigen wir mit einem Stop in Presidente Figueredo ein unglaublicher Ort mit fielen Wasserfällen und vielen



d
Tieren.


















































Eine Herausforderung ist jedoch die Strasse, 100km sind sehr schlecht so ca. 40-50km/h 150km sind schlecht und der Rest geht so mit 100km/h, einfach kein Loch erwischen, den von denen hat es auch viele.






 




In Manaus fahren wir gleich durch und nehmen die Fähre über den Amazonas nach Arona, um dort die Frischwasser- Delfine zu beobachten.


Es gibt 2 Arten von Delfinen die einen sind pink und die andern sehen eher etwas den Salzwasser Delfinen ähnlich.
Natürlich war es eine Strecke von 150km zu diesem unvergesslichen Spot.








Jeremias und Cecilia habe ich nahe gelegt ein paar Nächte in eine Dschungel Loge zu verbringen und den Urwald hautnah zu erleben.
In der Nähe des Ortes gibt es eine Dschungel Loge und die sei sogar mit dem Motorrad erreichbar, wir wurden vom Besitzer eingeladen ihn doch am nächsten Morgen zu besuchen.


Die etwa 2,5km von der Strasse weg waren etwas tricki, der Regen der letzten Nacht machte die Strecke zu einer Schlittelpartie, und so kam es dann auch das wir beide mal im Schlamm zu Boden gingen, ausser das du dann Schlammmässig zugeplastert bist passierte nichts weiter.
Die Loge Anavilhanas ist ein kleiner Juvel und schlägt mit dem packet 3 Tage ab Manaus mit $ 600 auch schön zu Buche.
Zum Glück des Besitzer ausgebucht bis Ende August mit 40 Personen pro Nacht in 20 kleinen Häuschen.
Die Loge ist wie ein 5 Stern Hotel mit Pool Restaurant Internet usw.
Sie ist mit 110km Distanz zu Manaus auch nicht gleich um die Ecke.

Anavilhanas Jungle Loge Novo Airao Amazonas Brasil reservas@anavilhanasloge.com www.anavilhanasjungleloge.com.br

Da gibt es natürlich auch die einfachere Art auf dem Amazonas zu leben.


Andrei hat uns alles gezeigt und viel über das Amazonasgebiet erklärt, hier ein paar interessante Tatsachen. Der Wasserstand zwischen Regen- und Trockenzeit ist ca. 15m dies gibt dann eine zusätzliche Fläche Wasser der grösse Österreichs.
Das Wasser kann problemlos pro Tag um 10cm fallen oder steigen, auch gibt es eine unbeschreiblich grosse Anzahl von verschiedenen Lebewesen zu Wasser und an Land.
Von hier aus ist es möglich mit dem Boot nach Kolumbien, Bolivien oder Peru zu reisen, rechne einfach viele Tage ein, denn es geht Fluss aufwärts und sind 1000ende von km.
Auf der Rückfahrt nach Manaus hat mich doch noch was in die Oberlippe gestochen au schwoll meine Lippe an, ich sah aus fast wie beim Schönheitschirurg mit vollgepumpter Anthrax Lösung.


Wahrscheinlich war ein so kleines Mastvieh.

Zurück in Manaus sind wir runter zum Hafen gefahren um mal abzuklären wann wo die Boote in welche Richtung abfahren. Nun Nach Belem fahren sie nur Donnerstag und Freitag´s so haben die beiden aus Argentinien beschlossen direkt nach Belem zu fahren und da das Boot in 2h ausläuft haben wir uns verabschiedet. Es gibt also doch noch Motorradreisende die schneller als ich unterwegs sind. Wir sind hier im Norden von Brasilien nicht die einzigen grossen Motorräder, denn zwei weitere habe ich in der Garage des Hotels ausgemacht. Viele gibt es aber nicht, und die zwei kommen aus Bolivien und sind für mich die ersten bolivianischen Motorradreisende überhaupt. Ich habe beschlossen die Flussreise in zwei Etappen zurückzulegen und einen Stopp in Santarem einzulegen. Die schönen Strände laden zum Baden ein und die Strasse nach Osten immer noch ca 800km bis Belem nennt sich Transamazonas und sei in einem miserablen Zustand. Tufälligerweise traf ich dann in Santarem 2 Brasilianer auf Ihren 250ccm Hondas mit Händen und Füssen (sprechend) gaben sie mir zu vestehen, das es doch möglich sei die Transamazon mit em Motorrad zu befahren, denn schliesslich sei ja keine Regenzeit.
Gesagt getan und somit die ersten 1100km schlechte Schotterstrasse und weitere 1600km bis nach Jercoacoara.

www. motorradreise.de.tl/     22-.--Reisebericht.htm


Gruss Simon

 
   
 
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